Homöopathie

Homöopathie (Similia Similibus Curentur)

Die Grundlage der Homöopathie besteht aus dem Prinzip „Ähnliches heilt Ähnliches“!

Kranke werden mit genau jener Substanz behandelt, die bei gesunden Menschen Symptome hervorrufen, welche jenen der Krankheiten ähneln. (Insektenstiche werden mit Zubereitungen aus der Honigbiene oder Schlaflosigkeit und Unruhe mit einem Mittel aus ungerösteten Kaffeebohnen behandelt.)

Arzneimittelprüfung

Durch die Arzneimittelprüfung werden jene Symptome geprüft und bewertet, die sich bei gesunden Menschen nach der Einnahme des Mittels entwickeln. Die am häufigsten auftretenden Symptome nennt man Schlüsselsymptome oder Symptome des ersten Grades.

Potenzen

Die homöopathischen Arzneimittel werden aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Stoffen (Urtinktur) hergestellt. Diese werden in verschiedenen Stufen verdünnt, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, da manche Substanzen hochgiftig sind, wie unter anderem Arsen oder Schlangengifte.

Die Dezimal-Skala (D) mit einem Verdünnungsfaktor von 1:10 und die Centisimal-Skala (C) mit einem Verdünnungsfaktor von 1:100 sind die am meisten gebräuchlichen Skalen. Je verdünnter ein Mittel ist desto stärker ist seine Wirkung (Potenz).

Wirkungsweise

Bei Patienten kann es nach Einnahme der Mittel kurzfristig zu einer Verschlechterung der Beschwerden kommen. Dabei handelt es sich um die sogenannte „Erstverschlimmerung“, die eine Antwort des Körpers auf die homöopathischen Mittel darstellt. In weiterer Folge sollen sich die Beschwerden rasch verbessern.

Homöopathische Mittel beschleunigen die Genesung, indem sie die eigene Lebenskraft anregen und stärken.

Akute Beschwerden

Bei akuten Beschwerden, wie beispielsweise einer Erkältung oder Magenverstimmung helfen homöopathische Mittel im Regelfall sehr schnell. In diesen Fällen richtet sich die Auswahl der homöopathischen Mittel nach den akuten Symptomen.

Chronische Beschwerden

Im Gegensatz dazu sind chronische Erkrankungen wie Arthritis schwieriger zu behandeln. Hier hängt die Auswahl des Mittels stark vom Konstitutionstyp (dem körperlichen und geistig-seelischen Erscheinungsbild) des Patienten ab.

Durch eine sorgfältige Anamnese kann sich der/die homöopathische Arzt/Ärztin ein individuelles Bild des Patienten machen, wie zum Beispiel dessen Stressbelastung, Lebensgewohnheiten, körperliche Aktivitäten, Ernährung und Nahrungsvorlieben, familiäre Krankengeschichten, Wetterfühligkeit und so weiter. Nach all diesen Parametern werden die passenden Mittel und die geeigneten Potenzen bestimmt, welche für den Erfolg der Behandlung maßgeblich sind.

Heilungsverlauf

Nach Auswahl des richtigen Mittels verläuft die Genesung nach dem sogenannten „Heringschen Gesetz“ und zwar:

  • von oben nach unten (vom Kopf zu den Füßen)
  • von innen nach außen
  • von den wichtigsten Organen zu den weniger wichtigen Organen

wobei die zuletzt aufgetretenen Beschwerden zuerst verschwinden und die ältesten Beschwerden zum Schluss.

Ursprung

Hahnemann ein deutscher Arzt (1755-1843) war der Begründer der Homöopathie, der im Laufe seines Lebens an die 100 verschiedene homöopathische Mittel prüfte und dabei mit entsprechenden Verdünnungen experimentierte.